Noch ein Ruhetag. Ich kann nicht sagen, was hier gerade passiert. Tomasz ist oben im Hotel, Piotr hält weiter seine unendlichen Monologe, ich überlege immer noch, wie es ist, wenn Vergangenheit und Zukunft in der Gegenwart aufeinandertreffen. Wahrlich keine schönen Gedanken an einem weiteren Tag hier unten in den Masuren. Die Welse an der Panzerglasscheibe nehme ich schon lange nicht mehr wahr.

Was würde ich nur für einen ordentlichen Schlager und ein paar Bier in der Kneipe geben? Alles, denke ich mir und höre nicht mehr hin, wenn Piotr mir wieder einmal erklärt, dass ich notgedrungen den Weg zurück nehmen muss, um, und zwar nur in den kleinsten Schritten, ein neues Leben zu finden. Überhaupt hätte ich doch gar nicht so schlecht getroffen. Es sei einfach auch viel unnötiges Selbstmitleid dabei. Wie ich überhaupt auf die Idee käme, mein Schicksal auf eine Ebene mit dem Schicksal Kater Karlos oder Ritchie zu stellen. In der verbotenen Stadt seien sie gestrandet, ihre Zukunft werde nie an ihre Vergangenheit, die von zahlreichen fatalen Erinnerung verdunkelt hinter ihnen läge, heranreichen. Für sie, so Piotr, und da könne ich jetzt auch ruhig die Hand aufs Herz legen, sei alles vorbei und zwar ohne einen Beginn.

Und so redet und redet  und redet und redet Piotr und ich will nur Schlager hören, am Flipper stehen und mit Reiser reden. Auf der Leinwand flimmert ein Film, immer wieder wird er durch eine „You’re At Home, Baby“-Einblendung unterbrochen. Durch den Film laufen Menschen mit rosafarbenenen Hasenmasken. Ihre Handlungen sind die Handlungen normaler Bürger. Wie komme ich hier raus?

you’re at home baby