Redermann blätterte in seiner Brinker-Sammlung. Immer noch fehlte ihm der Panther. So langsam wurde er wütend. Hatte er nicht genau diesen vom Ermittler versprochen bekommen? Hatte der Ermittler nicht längst den Versand der Blauen Mauritius zugesichert? Er resignierte. In dieser Saison hatte er die Reise auf die Wiese antreten müssen. Auch dort war nichts zu holen. Noch am Telefon hatte er Dembowski berichtet, versucht den Kommentar in eine ihm günstige Richtung zu lenken, aber half nichts.

Jetzt musste er, während er seine Brinker-Sammlung durchblätterte und in der abgeranzten Erdgeschosswohnung in der Nordstadt saß, die Anrufe annehmen. Er hatte keine andere Wahl. Vor einiger Zeit hatten sie einmal über eine Rufumleitung nachgedacht, doch der Ermittler hatte sich dagegen gewehrt. „Ich bin meist unterwegs, auf der Straße und diese Sache mit Komaroff….“, hatte er gesagt. Doch Komaroff interessierte Redermann nicht. Noch einmal erinnerte er sich, wie alles wurde, wie es jetzt war. Die Soulvanfahrt, dann, als er dachte, er wäre jetzt allein, die Schrottung, die vielen Kämpfe, die überstürzte Abreise, die unerfüllten Versprechen. Es reichte ihm langsam. Der Panther war nur die Krönung einer langen Verfehlungsliste. Es reichte ihm. Er musste den ganzen Mist erledigen. Der Ermittler trieb sich in Berlin rum, auf der Suche nach einem imaginären Finger.

Redermann legte Gil Scott-Heron auf. Die Revolution würde diesmal wirklich nicht ausgestrahlt. Er hatte einen Plan. Und diesen Plan würde er vollenden.

redermann hat einen plan