Liebe Super-Ultras und Eventaffen! Liebe Streikende und Streikbrecher! Werte Schweigende und Singende!

Habt ihr eigentlich vergessen, warum ihr irgendwann einmal zum ersten Mal ins Stadion gegangen seid? Doch nicht, um Euch später die Köppe einzuschlagen. Ihr, die Ihr jetzt diskutiert, merkt Ihr nicht, wie Ihr die Gräben beklagt, die Ihr und niemand anders ausgehoben habt. Ihr habt Euch beschwert, Ihr habt protestiert und Ihr habt den Protest nicht gut gefunden. Ihr habt gesungen und Ihr habt nicht gesungen. Ihr habt sie aber leider auch nicht mehr alle.

Es geht nicht um Euch, es ging nie um Euch. Ihr seid ein Teil des Spiels. Ein wichtiger Teil des Spiels, aber es geht auch ohne Euch. Wenn Ihr „ab jetzt nur noch Landesliga“ sagt, dann macht das doch bitte. Und wenn Ihr, liebe Super-Fans, „hoffentlich bekommen wir Donezk, dann bleiben die Event-Affen zuhause“ sagt, dann wünsche ich uns Celtic, damit die ganzen Eventaffen, die ebenso gutes Geld zahlen und, das ist Euch ja immer wichtiger, ihren Verein begleiten, eine schöne Fahrt haben.

Ihr, die Ihr meint, jetzt sei aber mal Schluss mit den Protesten, was habt Ihr Euch denn gedacht, als ihr protestiert habt. Einfach mal bis zum 12.12 schweigen, weil es ja cool ist und dann Ruhe geben? Und Ihr, die Ihr meint, dass Fußball ohne Euch nicht funktioniert, lasst Euch gesagt sein, dass Fußball nicht auf den Rängen, sondern auf dem Spielfeld stattfindet und dass Ihr nicht größer als das Spiel seid. Fußball war vor Euch da und Fußball wird nach Euch da sein. Ihr, die Ihr meint, die Deutungshoheit über das Geschehen auf den Tribünen zu haben, erlaubt Euch nicht, über andere Zuschauer zu urteilen.

Und Ihr, die Ihr Euch gerne unterhalten lasst und der Stimmung wegen ins Stadion kommt, denkt dran, dass Ihr, sobald Ihr ins Stadion kommt, Teil dieser Stimmung seid.

Ihr, die Ihr Borussia liebt, kommt zu Euch, wacht auf und schaut, wer diesen Keil zwischen Euch getrieben hat. Ihr braucht Ruhe.

Frohe Weihnachten wünscht Euch
Dembowski
…auf dem Weg in den Oderbruch

offener brief an super-ultras und eventaffen

6 Gedanken zu „offener brief an super-ultras und eventaffen

  • Dezember 28, 2012 um 4:45 am
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    Tja wir sind schon der deutschen sprache mächtig, aber bei so einen blöden kommentar, da achte ich nicht auf rechtschreibung!!

  • Dezember 27, 2012 um 8:49 am
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    Dembowskis Tipp für gute Deutsche: Einfach mal die Sprache lernen!

  • Dezember 27, 2012 um 8:47 am
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    Also ich kann den Vorredner nur Recht geben, selten so ein schlechten Artikel gesehen. Vielleicht sollte der mal richtig in die Kurve gehen um zu sehen was abläuft. Aber ich denke er ist genauso nur so ein schön wetter Fan wie viele andere jetzt auch wieder. Grade diese Leute machen unseren guten Sport zu nichte. Den wenn sie unten spielen kommen sie nicht ins Stadion oder sind grade mal wieder Fan vom FCB oder so, aber wenn 'Sie oben Spielen kommen diese möchtegern Fans wieder aus Ihren Loch raus und machen auf Boss hier. DAS GEHT GAR NICHT. Grade diese leute sind doch die die unseren Sport kaputt machen. Die sitzen auf Ihren fetten Plätzen und machen keine stimmung. Aber hinterher grosse klappe haben, das können sie alle.

    Genauso ist es doch mit den Rechten. Diese Leute gab es schon vor 20-30 Jahren in unserem Stadion, da hat sich keiner aufgeregt wenn da ne Fahne gehalten wurde. Jetzt machen Sie so ein Trouble darum. Obwohl die meisten einfach nur Fussball schauen möchten. Aber da bekommen Leute Stadionverbot weil sie anders Denken. Nun wenn das so ist Lieber BVB dann schmeiss die anderen 80000 auch Raus weil Sie anders denken.
    Ich bin bei leibe kein Rechter, aber alles an Ihnen auszulassen wäre falsch.

    Auch finde ich diese ganzen quatsch mit dem Pyro total uebertrieben. Man sollte sich mal andere Ligen anschauen was da abgeht mit dem Zeug. Und es muss keiner sagen das es Scheisse ausschaut. Wenn man den Leuten einfach einen Platz geben wuerde wo Sie diese sachen Kontrolliert abbrennen könnten wäre diese Sachen gar kein Problem. einfach sagen ok hier diese Ecke ist fuer euch da könnt Ihr eure Sachen abbrennen. Und alle wären Froh und es wuerde kein Thearter darum geben.

    Zum Schluss sei noch gesagt das diese Hohen Herren vom BVB auch mal wieder von Ihren hohen Ross runter kommen sollten, den man weiss ja: WER HOCH HINNAUS WILL FÄLLT MEISTENS SEHR TIEF.

    UND ZUM DEMBOWSKI: BESSER MAL KLAPPE HALTEN BEVOR MAN WAS SCHREIBT WO VON MAN KEINE AHNUNG HAT.

    IN DIESEM SINNE: SPORT FREI

  • Dezember 21, 2012 um 12:33 pm
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    Danke Dembowski!

    Einen Teilsatz gilt es ganz dick zu unterstreichen: "es geht auch ohne Euch". Dieses "Es" beschränkt sich jedoch nicht nur auf das Spiel selbst, das auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden könnte und "gehen" würde (was allerdings unerträglich wäre), sondern meint auch die Stimmung. Es gab Stimmung, bevor es Ultras gab, und es gäbe auch wieder Stimmung ohne Ultras. (Über die Dialektik der Lähmung der Süd und des restlichen Stadions durch das Ansichreißen des Anspruchs auf Gestaltungshoheit durch Ultras einerseits und das gleichzeitigte Beklagen dieses Umstands durch Ultras lasse ich mich jetzt hier nicht aus.) Dann gäb's von mir aus (und ich glaube: nicht nur von mir aus) keine Choreos, sondern nur Fahnenmeer, Pilsdeckchen, hochgereckte Schals, Stimmungsnester mal hier, mal da. Kann sich noch wer erinnern? Es gab Gesänge ohne Capo. Es gab Pluralismus, wo heute die Monokultur der Verfechter der reinen Lehre herrscht, und wehe, die Herren sind beleidigt (ach nee, pardon: wehe, die Herren sind genötigt, gegen die Kastrierung ihrer Menschenrechte – drunter tut man's ja nicht mehr – zu protestieren), dann ist tote Hose im weiten Rund oder Eck.

    Die Ultras aller Vereine haben um sich herum schöne Friedhöfe geschaffen, die sie als Kontrast für ihre eigene vermeintliche Brillianz mehr brauchen als die "Friedhöfe" die "Brillianz". Als in Düsseldorf der Block leer war, tat das der Stimmung keinen Abbruch, das kleine Vakuum wurde gefüllt. Als TU letztes Jahr Hamburg und Schalke boykottierten und die Auffüller verhöhnten und anfeindeten, hat das im Stadion höchstens einen Unterschied gemacht, der angenehm zu nennen war.

    Insofern: Entweder man nimmt als Fan die Zumutungen hin, die es bedeutet, sich auch im Stadion oder auf dem Weg dahin an geltendes Recht zu halten (der Mangel daran war immerhin der Anlass für das sog. Sicherheitspapier, wie immer man auch die Suggestion einer allgegenwärtigen Gewalt, die daraus spricht, finden mag), oder man bleibt zu Hause und ist entbehrlich. Es werden sich immer welche finden, die singen. Und brüllen. Und trampeln. Und klatschen. Es geht ohne profilierungssüchtige beleidigte Leberwürste.

  • Dezember 21, 2012 um 5:03 am
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    "Und Ihr" […] "lasst Euch gesagt sein, dass Fußball nicht auf den Rängen, sondern auf dem Spielfeld stattfindet"

    Sooo unwichtig wie Sie versuchen uns hier darzustellen sind wir anscheinend ja doch nicht wenn Vereinsführer und Spieler uns bitten den Support wieder aufzunehmen oder sogar beleidigt sind, dass nicht gesungen wurde. Es ist die verdammte Pflicht eines jeden Profis sich seinen verdammten Hintern aufzureißen und so lange zu laufen bis ihm die Lunge aus dem Hals rutscht. Das ist sein Beruf. Er wird dafür bezahlt. Ob mit oder ohne Support. Zumal auch nur jeder Spieler mit nur einem Funken Verstand längst begriffen haben sollte, dass das kein Boykott der Mannschaft ist.

    Kann mich hier nur meinem Vorredner nur anschließen: Selten so einen schlechten Artikel gelesen!!

  • Dezember 20, 2012 um 7:52 pm
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    Selten einen so schlechten Artikel gelesen. Weiß der Verfasser überhapt wovon er da schreibt? Ich habe meine Zweifel. Wenn unterschiedliche Gruppen ihre Meinung nicht mehr indivuduell verteten dürfen, dann gute Nacht. Die dahinterstehende Idee degradiert die Fans zu Stimmungsmachern für die Mannschaft, die man nicht beachten braucht.

    dembowski hat se nicht mehr alle.

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