Und so sitzen wir nach all den Pfingstfeierlichkeiten, die in diesem Jahr nicht einmal ein lauer Wind für mich waren, von denen ich hier unten allein durch die christliche Ausrichtung der polnischen Station, und der notwendigen Scheinbewahrung im Hotel, erfahren habe, nach längerer Zeit wieder als Trio unten in der Station. Tomasz ist wieder der schweigsame Arbeiter, dessen höchste Anstrengungen die allergrößte Konzentration erfordern, dessen konzentriertes Arbeiten mir den allergrößten Respekt abringt und dessen Antrieb ich noch lange nicht durchdrungen habe.

Piotr hält sich weiter an wirren Monologen schadlos, über die Zeit werden seine Bestrebungen tatsächlich Dinge zu verrichten, immer geringer. Er sei, so erklärt er mir, ein Mann des Worts, ein Mann der Motivation, der Menschen durch seine Art zu führen – und diese Art, so Piotr, sei ihm keineswegs angeboren, sondern nur mit der größtmöglichen Zielstrebigkeit, an dem es ihm, und genau aus diesem Grund sei er der perfekte Konstrukteurinstrukteur, in seinem Leben, genauer zu Studienzeiten, auch wenn dieser Mangel nie an die Oberfläche und mit Gewissheit nicht zu seinen sogenannten Kontakten, aber auch nicht zu seinen wenigen Lebensfreunden, gedrungen sei – ein Verführer, ein Visionär, der, so Piotr, mit Worten mehr erreiche, als ein Großteil der Menschheit mit tatsächlichem Handeln, der nicht umsonst einer der führenden Verfechter der „Unsere Vergangenheit ist Eure Zukunft“-Theorie sei und der mit einer Leitmotivsergänzungseingabe, die ohnehin nur einem verschwinden geringen Teil der Konstrukteure vorbehalten sei, vor einiger Zeit äußerst unglücklich und denkbar knapp gescheitert sei. Er habe so erklärt er mir das Leitmotiv um „ist unsere Gegenwart“ ergänzen wollen. Nach langer Diskussion aber hätte der Rat beschlossen, dass diese höchste Komplexität der Leitmotivergänzungseingabe auch unter den Konstrukteuren zu einer den tatsächlichen Arbeitsablauf störenden Beunruhigung geführt hätte. So habe man sich, erklärt Piotr, am Ende auf ein formale Leitmotivergänzung für die Auszeichnungsabsolventen der Konstrukteursakademie geeinigt, doch auch dort hätte diese rein formale Leitmotivergänzung zu schweren Beunruhigungen geführt. Sie sei in der Folge demnach wieder zurückgestellt, und für einen späteren Zeitpunkt auf Wiedervorlage gelegt worden.

Der Mann des Worts stiftet bei mir jedoch immer nur Verwirrung. Vom Iquitos-Verlag und dem großen Boss war jetzt bereits länger nicht mehr die Rede. Es könnte sein, so hoffe ich einfach, dass die Bemühungen um einen stellvertretenden Ermittler zwar konkret, aber eben immer noch nicht abgeschlossen sind. Es ist meine Hoffnungen, die mich noch hier halten, die Skizzen sind mittlerweile bereits in den Müllvernichtungsbehälter gelandet. Sie ergaben nach langem Studium keinen Sinn.

leitmotivergänzungseingaben führen nicht zwangsläufig zu neuen aufgaben