Die Flucht, oder das was ich für die Flucht hielt, gelang mir in der Nacht. Ich stand auf, drückte meinem debilen Bettnachbarn ein Kissen ins Gesicht, weil man das eben so macht, wenn man flüchtet, dachte ich und spazierte durch das Tor der Klinik auf die Straße. Von dort schlug ich mich bis nach Oranienburg durch, hielt ein Auto an und gelangte bis an die Mecklenburger Seenplatte. Dort nahm ich mit dem wenigen Geld, was mir geblieben war, ein Frühstück ein und sprang ohne Kleidung ins Wasser. Ich schaffte es bis ans andere Ufer. Es war kalt. Als ich zurückkam, schlüpfte ich in meine Kleidung und stellte mich an die Straße. Bis Helgoland war es noch ein gutes Stück.

die flucht