Manchmal verstand ich die Menschen nicht. Wie jetzt eben die Typen. Ihre Maschinenvorstellung war eine Art Werbeverkaufsveranstaltung in Marzahn. Zwar nicht legal. Aber Verkauf. Diese Maschine, erklärten sie mir im Klub Renner Marzahn, ermögliche mir das unbeschwerte Reisen durch ferne Länder. Sie redeten dann viel und wahnsinng wirres Zeug. Erklärten mir die Zusammenhänge. Milliardenbeträge in Osteuropa, im Rest der Welt, aber eben in erster Linie in Osteuropa. Die Aufgabe der Maschine. Ihr Nutzen für seltene Stoffe. Die Funktionsweise. Der Preis, ein Schnäppchen. Selten, wahrscheinlich nie hatte ich solch zusammenhangloses, wirres Zeug gehört.

Wieso die Veranstaltung, zu der ich allein und ohne Aussicht auf Flucht geladen war, im Klub Renner Marzahn stattfand, erschloß sich mir nicht. Mir erschloß sich gar nichts. Als sie dann noch von alten Fürsten, ihren geheimen Schätzen, ihren Wegen in die heutigen Regierungen erzählten, war mein Widerstand längst gebrochen. Ich taxierte den Wert der koffergroßen Maschine, bat um ein Telefonat mit Piotr (man gewährte es mir!) und war wenige Momente später zurück im alten Golf. So höflich waren sie dann schon. Wieder gab es die Inspiral Carpets, die Happy Monday, Oasis, die Stone Roses und sogar The Jam. Mittlerweile dämmerte es. Sie ließen mich vor der Tür raus. Ich schleppte den Maschinenkoffer hoch, stellte ihn in die Kammer. Dort würde er jetzt stehen. Piotr hatte einen einstelligen Millionenbetrag an der Backe, würde sich drum kümmern. Irgendwie. Der Tag war verloren. Vor Schreck verschlief ich den Dienstag.

Als ich aufwachte, waren es nur noch zwei Tage bis zum Ligastart. Endlich wieder Fußball. Wie auch immer es die Winterpause in den Kalender geschafft hatte, sie hatte mir in diesem Jahr ordentlich zugesetzt. Lasst die verdammten Spiele endlich weitergehen!

das ende der winterpause

2 Gedanken zu „das ende der winterpause

  • Januar 19, 2012 um 7:59 am
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    ich denke, er ist ein dynamo.

  • Januar 19, 2012 um 5:51 am
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    Dann bist Du jetzt ein Maschinist?

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