„Dietfried, langsam wird es stressig, die Drei-Punkt-Bestellungen auf den Punkt abzuliefern. Tut mir leid, dass gegen Stuttgart trotz körperlicher Verausgabung nur ein Punkt drin saß. Aber laß Dir gesagt sein, eine Serie von 23 Spielen ohne Niederlage endet nicht gegen den FC Bayern. Vielleicht gegen Kaiserslautern oder Tennis Borussia, aber nicht gegen Bayern. Bin in Eile, muss jetzt los. Mach gut.“

Die Nachricht vom Langen nahm mir während der ersten Zeilen bereits die Lust auf das Spiel. Jetzt fing er auch noch an, sich über die Bestellungen zu beklagen. Dabei war doch alles glatt gelaufen. Stuttgart und auch Augsburg hatte ich ihm längst verziehen, auch ich hatte hin und wieder schlechte Tage, da sollte ich dem Punktelieferant das auch zugestehen. Aber erst einmal wollte ich ihn zappeln lassen. Ich las mich erst einmal durch die Zeitungen und Blogs, zwischendurch antwortete ich knallhart „Du bist mir nur ein Punktelieferant!“, nur um wenige Sekunden danach „Spaß! Du bist fantastisch, Langer!“ hinterher zu schicken. Das Gesicht hätte ich gerne gesehen. Die besten Witze machte immer noch Dembowski. Das war ich. Die Punkte aber lieferte der Lange. Dafür war ich ihm dankbar! Und würde es auch heute sein.
das dilemma des punktelieferanten