Wie geht es jetzt weiter? Sind bis Januar 2013 alle Ermittlungen eingestellt? Wieso geht der Ermittler in den Oderbruch? Fragen über Fragen – auf die es keine Antworten gibt. Dafür aber noch ein paar Worte aus dem Off, die dem Ermittler in den letzten Tagen zugespielt wurden. 

Dembowski verabschiedet sich? Hoffentlich macht er nur Pause! Was wäre der BVB ohne den Ermittler? Klar, Dembowski ist ein unausstehlicher Miesepeter. Aber ein unglaublich unausstehlich-liebenswerter. Jemand, bei dem man nie weiß, ob er nun Fan ist oder nicht und wenn ja, wovon überhaupt. Dembowski, altes Regengesicht, mach deine Pause, erhol dich gut an dem Ort, an dem du jetzt bist. Aber komm wieder und schwärze unsere Gedanken. (Stefan Reinke – www.derwesten.de)

Pause also, Urlaub, vielleicht Ruhestand? Egal, Hauptsache der Ermittler gibt endlich mal ein paar Tage Ruhe. Was hat uns diese Type in den vergangenen Monaten auf Trab gehalten. Ich weiß noch genau, wie unsere Poststelle nach seinem Piszczek-Protest unter der Last der entrüsteten Einsendungen kollabiert ist. Irgendwie wird uns der alte Ernte-Raucher trotzdem fehlen. Also, Ermittler, komm bald wieder! (Matthias Dersch – Ruhr Nachrichten)

Manchmal dachte ich, Dembowski und ich würden denselben Weg gehen, ohne uns jemals zu begegnen. Wir haben beide Dortmund im Herbst verlassen, weil das Schicksal sich eben manchmal zwischen die Liebenden stellt. (Mag diese Liebe nun echt sein oder nicht.) Und wir haben beide diesen Sommer, der ein Winter war, in Berlin verbracht, zu einem nicht geringen Teil mit Biertrinken und Die-Welt-nicht-verstehen. (Weshalb Redermanns viertletzter Satz an Dembowski mich ins Mark traf.) Ja, wir standen sogar im selben Moment an derselben Kreuzung, starrten auf dieselben Bengalos und hörten die dieselben Gesänge – ohne uns zu erkennen.

Tja, und dann passierte es. An einem Freitagabend im Juni saß ich auf einer wackeligen Holzbank, nippte an einem Bier und dachte über Marco Reus nach, als ich plötzlich Fetzen einer Unterhaltung vernahm. Die beiden Männer neben mir sprachen über Jens Reisers Spionageeinsatz in Danzig und das Ende von „DerSamstag!“. Vorsichtig drehte ich meinen Kopf nach links … und sah ihn. Präziser: Ich sah zwei Männer, von denen einer er war. Sollte also jemals jemand an Dembowskis Existenz gezweifelt haben, ich kann versichern, dass es ihn gibt. Oder vielleicht muss ich sagen: Es gab ihn. Wer weiß das schon? (Uli Hesse)

Durch einen Link stieß ich auf Dembowski, den Ermittler. Erst mal war der Gedanke: Was ist denn das? Doch schnell wurde mir klar, dass es sich bei dem Blog um eine ziemlich einzigartige Mischung aus Tagebuch und Kurzgeschichten mit realem Fußball-Bezug handelte. So was hatte ich in der Form noch nicht gelesen und ich fand gut, dass es offensichtlich von einem Fan des gleichen Ballsportvereins stammte, dem ich auch anhänge. Das hatte ja über weite Strecken literarische Qualitäten und da ich selber nicht nur die Sportpresse, sondern auch mal etwas Gescheites lese, fand ich das sogar doppelt gut.

Nun stellt Dembowski seine Ermittlungen vorerst ein. Das ist sehr schade, denn es hinterlässt eben wirklich eine Lücke – weil mir nichts Vergleichbares bekannt ist. Die Welt des Fußballs kann schon nervenaufreibend sein und es war schon immer erstaunlich, dass jemand so viel Kreativität für die beinahe täglichen Blogeinträge bei „Dembowski ermittelt“ aufbringt. Ich hoffe ja auf eine baldige Rückkehr, wenn das EM-Trauma abgeklungen ist, und werde dem Ermittler auf der Spur bleiben. (Nick – AnyGivenWeekend)

Dembowski, Dembowski, was soll aus Dir nur werden? Und was wird aus der Welt ohne den Ermittler? Ohne DEN Ermittler. Ein Mann, der Derrick, Holmes und Miss Marple alleine in die Tasche gesteckt hat. Eine Welt ohne Ermittler ist wie Gelsenkirchen mit Schale – nicht vorstellbar. Ermitteln Sie, Dembowski, ermitteln Sie! Sonst werden wir gegen Sie ermitteln! (Marc Quambusch – Egomane / bloggte auch mal)  

Dembowski ermittelt. Bald nicht mehr? Kaum vorstellbar. Und auch ein schwerer Verlust. Genehmigte uns Bayern ‚der Ermittler‘ doch – in diesen nicht einfachen Zeiten – doch immer wieder einen Einblick in eine schwarzgelbe Seele. Dies ist ebenso selten wie wünschenswert. Denn ansonsten bleibt nur die Wahrnehmung der Klopp’schen Welt. Wer will das?

Drum, Ermittler komm‘ bald wieder! (Paule – www.breitnigge.de)

dembo ermit? war das nicht die junge kerl aus der nachbarschaft? mutter serbin, vater türke oder so? ziemliches nervenbündel, schien mir. ist dauernd hier um’s haus geschlichen, hat sich aber nie reingetraut. beim fußball linste er schonmal durch’s fenster. oft hing er des nachts gegenüber im park rum. immer alleine, vor sich hin redend. im wikinger hab‘ ich ihn mal gesehen, sehr spät. da schlief er, kopf auf dem tresen. ist irgendwann von der bildfläche verschwunden. was ist passiert mit ihm? (Rose Redlight aka Die Wirtin

Dembowski war für mich immer ein Vorbild, eine Inspiration. Durch ihn habe ich gelernt, hinter das Offensichtliche zu schauen und die verborgene Wahrheit zu erkennen. Das ist harte Ermittlungsarbeit. Darauf erst einmal eine Ernte. Komm zurück, Junge. (Sascha – www.schwatzgelb.de

abschiedsbriefe

Ein Gedanke zu „abschiedsbriefe

  • Juli 7, 2012 um 6:45 am
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    Tschau, Dembo!

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