Wo anfangen, wenn kein Anfang in Sicht, wenn alles, was folgen wird, nur ein Gefühl ist?
Rasenball Leipzig wäre ein Ausgangspunkt.
Der Weg in den bezahlten Fußball, unter Umkehrung der Verhältnisse. Erst war da das Produkt, und dann war der Sport, der Massen bewegte und die Stadt, der es nach Bundesliga dürstete, die von den Jahren der Gewalt ausgezerrt war. Einfach nur Fußball. Nicht nur im Fernsehen, und nicht so chaotisch wie in Leipzig oder, dachte das überhaupt wer?, wie in Dresden.
Überhaupt der Osten.
Cottbus, Rostock, Dresden. Die Bundesliga nur noch eine ferne Erinnerung.
„Das ist das letzte große Spiel für eine lange Zeit“. Der Satz, gesprochen von einem Hansa-Fan vor dem 3.Ligaspiel, hallte nach. Neben ihm hatte jemand ins Gebüsch gekotzt. „Erst wollte ich mit Hansa ins internationale Geschäft, dann die Liga halten. Danach nur noch 2. Ligafußball. Jetzt: Überleben! Aber das werden wir nicht.“
Wenig später beschossen Dresdener Rostocker, und die verloren später, auf dem Heimweg, die Nerven.
Diese Idioten.
Oder nicht. Woher kam die Gewalt? Diese Frage wurde nur noch selten gestellt, noch seltener beantwortet. Sie war da. Und sie machte Angst. Das gab es beim Rasenball nicht.
Denn sie waren anders.  Und würden ganz oben ankommen.
Diese Gewissheit beruhigte. Erfolg war kalkulierbar, Erfolg konnte durch Geld beschleunigt werden. Es gab kein Grund, Geld in Unvermögen und Misswirtschaft zu investieren. Das versprach keinen Erfolg.
Stop. Neuanfang. Dembowski! Rede nicht so geschwollen. 
Auf Anfang zurück.
Wie beschissen das Jahr schon losging.
Kuba. An der Seitenlinie. Das Jahr nach sechs Minuten vorbei. Es hätte auch so nicht weitergehen müssen. Es folgten Katastrophen in loser Folge. Eine endlos dem langweiligen Ende entgegentaumelnde Bundesligasaison, ein Highlight in der Champions League. Aber ohne Nachhaltigkeit. 2-0 gegen Madrid.
Aber die Tür war auf. Für Reus ohnehin, doch Erik Durm, auf der Basis eines Spiels, Roman Weidenfeller und sogar Kevin stürmten hindurch. Für Schmelzer ging es zu schnell. Trotz Pokalendspiel.
Das in die Hose ging. Wegen Meyer und sowieso. Die Hoffnungen, aber auch das Ausbleiben des 2012er-Gefühls. Aufwachen. Und diese Wut. Ausgeraubt. Wie bereits 2013. So wurde es noch eine super, super Debütsaison. Sonst blieb nichts hängen. Die Spiele um die Bedeutungslosigkeit. Was diese Liga zur stärksten Liga der Welt macht.
Es sollte noch besser kommen.
Reus verletzt. Aber Götze historisch. Ein Stich ins Herz der Dortmunder Seele. Er hätte ein Borusse sein können. Ein Land in Aufruhr. Jetzt wird man es doch auch einmal sagen dürfen. Nationalistische Gesänge in der Nacht. Ein U-Bahnhof in einem Berliner Außenbezirk.
Da war ich am 13.Juli 2014, Herr Opdenhövel.  Und ich muss Ihnen sagen, ich fand es scheiße!  
Verschwörungstheorien.
Komm mir nicht mit Deinen, ich lebe meine.  
Die Auswüchse der Mainstreammedien. Zwei Flugzeuge fallen vom Himmel. Das eine ins Meer, das andere auf die Sollbruchstelle. Was passierte mit MH17 und wo ist MH370?
Wenig später verkünden alte Männer ihre Wahrheiten über die Zukunft des Fußballsports. Im Schleier der Nebelgranaten hochrangigster Funktionäre verschwinden die Erklärungsversuche im Nichts. Wer klärt auf, und wer profitiert? Wer schweigt, und wer kommentiert? Wer trainiert im Winter wo, und wessen Sohn hat einen neuen Job?
Einmal den Namen diskutieren, so wie Rummenigge es macht. Er ist seine eigener Markus Lanz, er redet im privaten Rahmen, ganz unter uns, jetzt aber Hand aufs Herz. 
Wenn uns nichts mehr einfällt, verzweifeln wir. Die Kommentatoren des Untergangs.
Sie sind zurückgetreten. Noch einmal. Der deutsche Siegeszug. Die Maschine funktioniert. Sie ist fein, sie lebt vom Mittelfeld. Die deutsche Tugend. Wenn jetzt noch alle mitsingen. Müller verliert ne Wette. Die Mannschaft tanzt. One Night In Rio. Im Campo fand sich dieses Team. Die Eistonne – ein Versöhnungsgespräch unter Freunden. Sky News HD übertragt live vom Brandenburger Tor. So gehen die Gauchos, und das Feuilleton das diskutiert so. Was wird man schon noch sagen können.
Hooligans gegen Salafisten. Darunter auch Rechtsextreme. Wir müssen die Einsatzkosten umlegen. Wendt. Warum beachtet uns keiner? Weil ihr zu still seid.
Verschwörungstheorien. In Dresden marschieren 10.000, Naidoo fährt mit dem Fahrrad nach Berlin. Die Deutschland GmbH. Luftballons zerschießen Chemtrails über dem deutschen Flüchtlingshimmel. Europa ist sicher, wenn man ihnen die Pässe wegnimmt. Früher ausgewiesen, heute hiergeblieben!
Mainstreammedien ohne Deutungshoheit. Lügenpresse auf die Fresse. Im Leben und im Spiel. Sie verfolgen ihre Agenda. Sie vertreten Ihre Interessen.
Der Fußball zerfällt. In Einzelteile. 

Der Schiedsrichter hier, der Taktiker da, der Fan hier. 

Instagram, Facebook, Twitter. Ich weiß, was Du von mir wissen sollst.

#isso #justproud #evenstronger #faith

Geld regiert im Rennen um Amerika, um Asien, um die Welt. Markenbotschafter, Leuchttürme, 100.000 verkaufte Trikots in vier Stunden. Wir sind anders, trotz echter Krise! Im Untergang lässt der charmante Trainer Stil vermissen.

90-tägige Sperren, die nie existierten. Die Besichtigung eines Gefängnistrakts. Wir kämpfen für Euch. Schaut auf diesen Präsidenten, aber nicht beim Mittagsessen.
HSV-Joe, HSV-Plus, Ferrari-Joe, Kühne, Kreuzer, Slomka, Calhanoglu.
Unter Bartlett rennen sie immer.  Auch wenn Völler jammert.

Paderborn verrückt. Sogar mit Ente. Aber Bakalorz tritt. Treter oder Opfer? Wo nur eine Zeitung, da nur eine Meinung. 
Heldt, Keller, Tönnies, Di Matteo und 80 Millionen. Der Junge ist unsere Zukunft, aber wir können ihn nicht schützen. Einstiegsgebot: 50 Millionen. Die Attacker der Premier-League-Krieger abgewehrt. 
Hinfort mit den Kriegs-Metaphern. 
In Hamburg und Hannover gibt es keine Fans mehr. 
Bayern-Jäger: Leverkusen, Gladbach, Wolfsburg, Augsburg, Frankfurt.
Red Bull, Audi, Opel, VW, Telekom, Signal-Iduna, Puma.
Her mit dem Videobeweis. In Stuttgart sind die Tribünen leer.
Deal done? Maybe summer!
Ein super, super Trainer. Wie er an der Seitenlinie tanzt, Und schau auf diese innigen Berührungen. Auf Jahre hin unschlagbar. Und wäre es nicht besser, wenn niemand mehr das Land verlässt?
Ein Kneipenwirt im Bademantel. Ein Ermittler mit Sponsorenvertrag.
2014, was zum Teufel war eigentlich los mit Dir?

2014 – deal done!