Es sollte das Spiel der Spiele in der Fußball-Bundesliga werden. Tagelang hing die gesamte Fußballnation gespannt an den Lippen der Top-Top-Top-Top-Trainer Thomas Tuchel (Borussia Dortmund) und Pep Guardiola (FC Bayern München). Die Hoffnung auf eine Neueröffnung des Meisterschaftskampfes durch einen Dortmunder Sieg war groß. Am Ende des Abends sollte der Punkteabstand zwischen Dortmund und Bayern aber weiterhin fünf Punkte betragen. Den größten Vorwurf für den Ausgang des Spiels kann den Dortmundern gemacht werden, die kein Gegentor zuließen und nicht den Eindruck machten, als wollten die Schwarz-Gelben die deutsche Meisterschaft erringen. Genau diesem Vorwurf ging der DID-Praktikant nach, der noch gestern Abend (23:30Uhr!) auf Stimmenfang im Wedding ging.

SCHILL UND WU HADERN MIT DER EINSTELLUNG

Erste Anlaufstelle war die urige Eckkneipe von Hauke Schill, aus der noch bis spät in die Nacht Lotto-King-Karls berühmte Fanhymne „Hamburg meine Perle“ auf die Straße dröhnen sollte. Internationalisierungs-Expertin Miriam Wu, die sichtlich losgelöst die USA-Zuschauerzahlen für „den Klassiker“ am Smartphone checkte, entgegnete auf Nachfrage des DID, dass das Spiel eine „superbe Werbung“ für den deutschen Fußball gewesen sei und sich mit den Montagsspielen weitere „wahnsinnige“ Möglichkeiten ergeben würden. Sportlich kam Wu jedoch nicht an Kritik an Trainer Thomas Tuchel vorbei, denn für Sie hätten Pulisic, Passlack oder Leitner die Sache von Marco Reus „erheblich besser“ gemacht.

Auch Kneipier Hauke Schill war mit der Leistung der Dortmunder Mannschaft unzufrieden. „Wenn man gegen Bayern und Barcelona mutig spielt, dann gewinnt man auch gegen diese Mannschaften. Ob Kreisliga oder Bundesliga, mit der richtigen Einstellung macht das keinen Unterschied.“ Außerdem bemängelte Schill den fehlenden Willen: „Der unbändige Siegeswille ist das Wichtigste, dann schlägt der BVB auch die Bayern. Für mich eine absolut blutleere Veranstaltung der Dortmunder, da hat nie einer dazwischen gehauen.“

FERUNDULA UND HAGENBERG-SCHOLZ IN DER SCHWEIZ

Zu später Stunde war es dem DID auch noch möglich telefonischen Kontakt mit Transfer-Experte Ridley Ferundula aufzunehmen, der aktuell in Sarnen (Schweiz) weilt. Er war sich sicher, dass der BVB eine „Topleistung“ hätte abrufen und „über sich hinauswachsen“ müssen, um dieses Spiel für sich zu entscheiden. Danach holte er noch zu einem Rundumschlag gegenüber BVB-Coach Tuchel aus. „Für einen Sieg hätten die BVB-Profis alles raushauen müssen. Thomas Tuchel wollte dieses Spiel nicht gewinnen, es ging ging nur darum, sein Gesicht gegenüber seinem Super-Vorbild Pep Guardiola zu wahren. Eine traurige Entwicklung“, polterte der Experte hörbar erregt.

DID-Taktik-Experte Justin Hagenberg-Scholz, der mit seiner Gattin Bérénice momentan am Zürichsee weilt, war im Laufe der Nacht für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Der Qualität dieser messerscharfen Analyse tut dies jedoch keinen Abbruch. Die gesamte DID-Redaktion wünscht Justin und Bérénice alle Kraft der Welt, um über ihren schweren Verlust hinwegzukommen. Wir alle trauern um RaRa und sind in Gedanken bei den Hinterbliebenen.

topspiel endet torlos – wollte der bvb nicht gewinnen?