TWITTER-EXPERTEN ERKLÄREN BORUSSIA DORTMUND ZUM TITEL-KANDIDATEN

Bei Borussia Dortmund scheint aktuell alles in bester Ordnung. In allen drei Wettbewerben überwinterte der Revierklub in vielversprechender Ausgangslage und zusätzlich weckte der Sieg zum Auftakt der Rückrunde gegen den CL-Aspiranten Borussia Mönchengladbach (3-1, Anm. d. Red.) Lust auf mehr. Die von vielen BVB-Kennern getätigte Aussage, der BVB würde außerhalb von Deutschland überall die Meisterschaft erringen und nur an der Übermacht des FC Bayern scheitern, ist sicherlich wahr, Twitter-Experten gehen nun aber sogar noch einen Schritt weiter. Spielvermesser wie Rene Maric sehen im BVB nicht mehr nur den „zweiten Leuchtturm“ Deutschlands:

So verlautete Maric via Twitter, dass Borussia Dortmund seiner Meinung nach innerhalb der nächsten sieben Jahre unter Trainer Thomas Tuchel die Königsklasse des Vereinsfußballs gewinnen würde. Kräftige Unterstützung erhielt er für seine These von Bayern-Fan Christopher Ramm, der im Gespräch mit dieser Redaktion mitteilte, dass der BVB bereits jetzt „nahe an die europäische Spitze“ herangerückt sei und, sofern der Kader“ zusammengehalten und punktuell verstärkt“ werden würde, ein echter Titel-Kandidat sei.

DID-Taktik-Guru Justin Hagenberg-Scholz ließ sich gestern Abend zu keiner Aussage hinreißen, die die erwähnte These untermauern würde. Er insistierte jedoch ausdrücklich darauf, dass Maric und Ramm die Taktikanalayse auf ein „neues Level“ gehoben hätten. Dementsprechend sei sich Scholz sicher, dass die These in naher Zukunft von beiden Experten mit Beweisen untermauert werden würden.

Bis zum Redaktionsschluss lagen uns diese Beweise allerdings nicht vor.

TRANSFER-KNALL BEIM CHELSEA FC!

Kurz vor Ende der Transferperiode wechselt der brasilianische Star-Mittelfeldspieler „Ramires“ (Ramires Santos do Nascimento, Anm. d. Red.) vom Londoner Chelsea FC nach China. In der ersten Eliteklasse Chinas schließt sich der 28-Jährige dem Traditionsverein Jiangsu Suning an. Verwunderlich dabei: Erst im vergangenen Oktober verlängerte Ramires seinen Vertrag mit den Blues bis 2019!  Für den Mittelfeldstrategen, der in 251 Pflichtspielen 34 Tore für seinen alten Klub erzielte, wird eine Ablöse um die 30 Millionen Euro fällig. Im Mittelfeld in China bekommt er es zukünftig mit namhaften Spielern wie Hao Yang, Xi Wu und Bofei Lu zu tun.

Der Wechsel von Ramires passt zum in den letzten Jahren eingesetzten Trend: Chinesische Fußballklubs locken europäische Top-Spieler mit exorbitanten Gehältern, um so im Zuge ihrer Internationalisierungsstrategie weiteren Boden am hart umkämpften Markt gut zu machen. „Die chinesische Strategie ist beachtlich, im letzten Jahr gaben die Vereine bereits 154 Millionen Euro für neue Spieler aus,“ weiß Internationalisierungs-Expertin Miriam Wu.

Schon vor wenigen Tagen war der ivorische Nationalspieler Gervinho vom AS Rom nach China transferiert worden.

NEUER BRONZE-PARTNER FÜR DEN FC BAYERN MÜNCHEN

Der FC Bayern München hat mit dem Flughafen der katarischen Haupstadt Doha einen lukrativen Sponsorenvertrag abgeschlossen. Während der Verein für den Flughafen „Hamad International Airport“ wirbt, sollen in Zukunft pro Jahr mehrere Millionen an die Säbener Straße fließen. „Ich freue mich, mit Doha Airport einen Sponsor aus der Tourismusbranche begrüßen zu dürfen. Diese Partnerschaft ist ein weiterer Schritt in unserer Internationalisierungsstrategie,“ sagte FCB-Vorstandschef Rummenigge am Mittwoch.

„Qatar Airways konkurriert seit geraumer Zeit mit der Fluglinie Emirates“, teilte ein anonymer Verantwortlicher des BER dem DID mit. „Dementsprechend wird man den FC Bayern München dazu benutzen, weiter an Popularität zu gewinnen und so die Konkurrenten zu verdrängen. Ein hervorragendes Geschäft für beide Parteien.“

Auch den Kritikern aus dem eigenen Fanlager geht der FC Bayern München einen bemerkenswerten Schritt entgegen. Teil der Zusammenarbeit sei es nämlich laut Rummenigge auch, „dass wir gemeinsam soziale Projekte und den Dialog über gesellschaftspolitisch kritische Themen fördern werden.“ Hintergrund ist die von FCB-Fans zuletzt scharf kritisierte Entscheidung, sein Trainingslager in einem Land abzuhalten, in dem die Menschenrechte mit Füßen getreten werden würden. Der versprochene Dialog dürfte die Gemüter nun deutlich beruhigen.

did war der tag, 28.01.2016