Transferperiode: Gute Unterhaltung, mehr nicht

Ein Verein plant ein Angebot, ein anderer Verein lehnt diese Angebot, das es noch gar nicht gibt, bereits im Vorfeld ab. „Es liegt keine offizielle Anfrage vor“, sagt der Verein, der das Angebot ablehnt. Die Hände macht sich niemand schmutzig. „Niemals schriftlich!“, warnt auch DID-Transferexperte Ridley Ferundula. Eindringliche Worte. „Als Fußballer sind wir Entertainer“, sagte Thomas Müller vor einiger Zeit. Betrachten Sie die Fußball-Berichterstattung in der Transferzeit aus diesem Blickwinkel. „Nehmen Sie das alles nicht so ernst“, fordert Ferundula, dann verlassen wir ihn. Er telefoniert. Mit wem? Das will er uns nicht sagen.

 

Daten: Alles verfügbar

Als Fan des SC Paderborn kann man über Stefan Effenberg nachdenken, oder es auch einfach sein lassen. Genau das machte nun Stephan Simann, der Shootingstar unter den Liga 2-Bloggern.

Seine Ausgangsfrage: „Wie bekommt man heraus, dass der SC Paderborn 07 bis zum 31.12.2015 bei 29 Spielen in Liga 2 im heimischen Stadion zur Halbzeit hinten lag und daraus nur 2 Siege holen konnte? Und wie oft ist das Borussia Dortmund in Liga 1 gelungen?“

Seine Antwort: „Ein kleines Fußball-Datenarchiv“ bei dem „die Rohdaten im Fokus stehen sollen.“

Das alles findet sich auf subdat, und ist sehr gut

 

Liga 2: Man sagt zweite Liga

Findet der DID.

 

Spielverlagerung: Zidane ein Blender!

Trainer Rafael Benitz packt nach wenigen Monaten seine Koffer als Trainer von Real Madrid. Der ehemalige Weltfußballer Zinedine Zidane sitzt auf dem Schleudersitz.

Der DID-Praktikant ist überrascht. Was habe dieser Zidane überhaupt vorzuweisen, und was ihn für den begehrtesten Trainerposten der Welt [lange Vertragslaufzeit, kurzes Wirken] qualifiziere, fragt er keck. Er tritt eine Lawine los!

Eine findige Frage im Alleswisser-Netzwerk „Twitter“. Es entwickelt sich eine rege Diskussion. Das Ende: Die Taktikfüchse von Spielverlagerung erklären: Zinedine Zidane hat in seiner Karrriere lediglich biederen Durchschnitt repräsentiert.

Spielverlagerung.de-Autor Constantin Eckner gesteht zwar ein, dass Zidane ein technisch hochtalentierter Spieler gewesen war, der seine Gegner in Eins-gegen-Eins-Duellen dominierte. Doch das sonstige Feuerwerk erinnert an die Soldiner Straße in der Silvesternacht. Zidane habe von jeher kein Blick für die taktischen Strukturen des Spiels gehabt. Die aufziehende Gefahr: Das fehlende taktische Auge überlagert sein Wirken bei Real.

Was sagt DID-Taktikexperte Justin Hagenberg-Scholz? „Als Leser der ersten Stunde kann ich sagen, dass die Spielverlagerung schon häufiger mit dieser unpopulären These kokettierte: Niemand spricht dem Fußballer Zinedine Zidane die Klasse ab, aber da wurde damals ein Hype kreiert. Wir alle haben die Geschichte geschluckt!“

Hagenberg-Scholz wies auf Zidanes mangelnde Erfahrung hin, und warnte: „Das ist ein erneutes Risiko für die Königlichen! Die Entwicklung des Supertalents Martin Ödegaard ist ein Paradebeispiel dafür. Er konnte nie in das Spiel von Castilla eingebunden werden!“

Das Fazit: „Das ist alles sehr zweifelhaft!“

Das sieht auch Spielverlagerer Martin Rafelt so. Die Medien und Fans, ereifert sich der Guru, haben jahrelang „das Narrativ gefressen“, dass Zidane zum besten Spieler aller Zeiten erklärt habe. Getreu der Diskurstheorie von Michel Foucault, ist Zinedine Zidane also zu Weltruhm gelangt.

Der Franzose sei ein „Ballschieber.“ Das zeige auch der defizitäre GoalImpact des Welt- und Europameisters.

Wird Zidane ein Flop? Können die Thesen der Praxis standhalten? Der DID-Praktikant bleibt am Ball.

did war der tag, 05.01.2016