Der Winter ist hart. Dietfried warnt seit Monaten. Der Ermittler ist müde. Jeden Tag ins Bergwerk. Daneben Twitter. Wahnsinn.

Der Reporter ist auch müde. Er liest derzeit nur Twitter. Alle wissen alles. Das ist perfekt. #prayfortwitter.

Die schönsten Geschichten schreibt der Fußball. RB Leipzig vorne weg. Didi, der gut mit Uli kann, kommt wohl persönlich ins Stadion, wenn Bulle Roths Erben gegen die Ost-Bullen spielen. Didi, der „Ober-Bulle“, wie die Leipziger Volkszeitung erstaunlich nüchtern schreibt, bevor sie sich sabbernd vor seine Füße schmeißt, hat alles möglich gemacht. Der Osten. Guckt auf den Osten! Er blüht. Dank Didi. Auch dank Ralle. Of course.

Die tolle Geschichte beginnt mit einer ganz tollen Geschichte. Schreibt die Volkszeitung, 1. Dezember:

Legendär jener Dialog, den der heutige Sportdirektor Ralf Rangnick im Mai 2012 mit Mateschitz am Telefon geführt haben soll. Mateschitz: „Wo sind Sie gerade?“ Rangnick: „In Backnang, auf meiner Terrasse.“ Mateschitz: „Haben Sie einen Hubschrauberlandeplatz?“ Rangnick: „Daran habe ich bei der Planung meines Gartens nicht gedacht.“ Mateschitz landet trotzdem drei Stunden später mit seinem Hubschrauber – den er selbst geflogen hat – auf einem benachbarten Sportplatz.

Die tolle Geschichte im Konjunktiv ist dem Sportinformationsdienst auch ein bisschen zu toll. Er schreibt von einer „Anekdote“, die sich hartnäckig halte, bevor er aus der Ober-Bullen-Geschichte nacherzählt.

Die Polizei in Backnang hört zum ersten Mal von der tollen Geschichte im Konjunktiv, die sich als Anekdote hartnäckig hält. Sie sagt dem Ermittler, der Dietfried lieber schlafen lässt, dass „wir davon nichts wissen. Wir können uns das auch nur schwer vorstellen. Hundertprozentig ausschließen können wir es aber auch nicht, da müssten wir …

Nein! So wichtig ist es nicht. Außerdem ermittelt Google. Google ist nie müde. Google spricht. Manager-Magazin, 18. August 2014: „Wie Red Bull zur Weltmacht im Sport wird“.

Da heißt es:

Fußballtrainer Ralf Rangnick (56) saß in einem Café in Backnang, als sein Handy klingelte. Am anderen Ende war – er wollte es zunächst nicht glauben – Dietrich Mateschitz (70), Gründer und Miteigentümer des Getränkekonzerns Red Bull. Wir sollten mal reden, sagte der Österreicher. Wann?, fragte der Schwabe. Sofort! Aber ich sitze hier in Backnang. Ich komme mit dem Hubschrauber, alles kein Problem.

Ein kleines Problem gab es dann doch noch zu lösen: Wo kann ein Hubschrauber in dem schwäbischen Kaff landen? Man fand schließlich einen Platz beim „Hotel Sonnenhof“ in Aspach. Drei Stunden später kam Mateschitz dort nieder.

Die Niederkunft Didis. Tolle Geschichte. Sie dürfte sogar stimmen. Das Hotel Sonnenhof gehört der Familie Ferber. Die Familie macht auch im Fußball Geschäfte. Oliver Mintzlaff war bei Ferber-Marketing und beriet Ralle Rangnick, bevor er Geschäftsführer der Rasenballsport Leipzig GmbH wurde.

Die Leipziger Volkszeitung schreibt im Juli 2016 über Mintzlaff:

Er hat Körperfettwerte wie einst Waldemar Cierpinski, Flugmeilen wie ein Lufthansa-Kapitän – und einen Schlag bei den Frauen hat er auch. Oliver Mintzlaff, Herr und Gebieter über die Red-Bull-Standorte New York, Salzburg, Brasilien und Leipzig, führt ein Leben auf der Überholspur. Ohne Absolution des 40-Jährigen rollt bei Red Bull kein Ball, wird weder ein Radiergummi noch ein Spieler gekauft.

Das ist auch toll. Legen Sie sich wieder hin!

cierpinski und der hubschrauber